Menu
K

Wettbewerb und Preis

Seit Ende der 80-iger Jahre besuche ich regelmäßig Zimbabwe und seine Bildhauer - anfangs um durch den Skulptureneinkauf die afrikanische Partnerschule finanziell zu unterstützen, später um zusätzlich die Bildhauer zu fördern.
Da leider mit den Jahren die Kommerzialisierung der Bildhauerei zunahm, und ich feststellte, dass vor allem junge Künstler dem ökonomischen Druck nicht immer gewachsen sind, suchte ich nach Wegen, ihnen einen Anreiz zu geben weiterhin hochwertige Kunst herzustellen.
Mit Nicholas Mukomberanwa diskutierte ich lange, wie man die jungen, begabten Künstler fördern und ermutigen könnte. Ein Wettbewerb erschien uns geeignet. Ab 2002 habe ich einen Kunstpreis für junge talentierte Künstler gestiftet, der im Anschluss an einem Wettbewerb alle 2 Jahre 

 

Annahme der Skulpturen zum Wettbwerb  

 

vergeben wurde. Der Wettbewerb und Kunstpreis wurde durch den Verkauf der zimbabwischen Skulpturen finanziert und stand unter der Schirmherrschaft der deutschen Botschaft.  2002, 2004, 2006 und 2010 fand der Wettbewerb in Harare statt. 2008 konnte der Wettbewerb wegen der katastrophalen Ernährungssituation im Land nicht durchgeführt werden.
Bei der Bewerbung mussten die Bildhauer drei Skulpturen für die Vorentscheidung einreichen. Die von der Jury ausgewählten zehn Finalisten fertigten in einem anschließenden einwöchigen Workshop eine neue Skulptur, mit der sie sich einer zweiten Selektion stellten. Anschließend wurden die drei Preisträger ermittelt. Die Jury bestand jeweils aus renommierten Künstlern und Kunsthistorikern (Agnes Nyanhongo (2004, 2010), Arthur Azevedo (2002, 2004, 2006),
 
Jurymitglieder bei der Diskussion

 
 

Domenic Benhura (2002), Eddie Masaya (2010), Helen Lieros (2002, 2004, 2006), Masimba Hwati (2010), Nicholas Mukomberanwa (2002), Samson Kuvhenguwa (2010), Taylor Nkomo (2006), Tapfuma Gutsa (2010). Viele Werke der Preisträger und anderer junger Künstler kaufte ich auf, um sie auf Ausstellungen den Werken der renommierten Künstler Zimbabwes gegenüberzustellen und mit den Verkaufserlösen den nächsten Wettbewerb zu finanzieren.
Die Zahl der Künstler, die am Wettbewerb teilnahmen, betrug beim ersten Wettbewerb 62 und steigerte sich 2006 auf 127 Teilnehmer. Meine Skuplturensammlung, die heute mehrere hundert Skulpturen umfasst, entstand aus meiner Begeisterung für die zimbabwischen Steinskulptur.
Preisverleihung in Harare  
Um weiterhin Impulse für die Entwicklung der Bildhauerei zu geben, muss die Art der Förderung verändert werden. Doch für eine weitere Förderung bedarf es Überschüssen aus dem Verkauf der Skulpturen. Vom Erfolg der Ausstellungen von ConARTz hängt die weitere Zukunft der Förderung junger Künstler ab.  
  Finalist bei der Arbeit

  

 
                        K. Diehl mit Finalisten 2004                                 

 
 ► Preisträger